Holz Türen Luken Schränke Transparent / Klar lackieren 1K Lack - Anleitung Bootsreparatur

Anleitung zum fachgerechten, transparenten Lackieren von Holz-Teilen - wie Luken, Türen und Schränken.

Beschreibung der Oberflächenbehandlung von Holz (Luken, Türen, Schränke etc.) mit einem farblosen / transparenten 1K Klarlack. Kann direkt auf das Holz aufgetragen werden. Das Ergebnis ist kratzfest und zeichnet sich durch ausgezeichneten Glanz und Farbechtheit aus. Einsatz bei Booten über der Wasserlinie.

Verwendete Produkte:
De IJssel Coatings: Jachtlak PU "Hochglanz", Jachtlak PU "Seidenmatt", Double Coat Ontvetter (Entfetter). Ausführliche technische Angaben zu den einzelnen Produkten finden Sie in den technischen Datenblättern.
Zubehör: Schleifmittel, Lackierzubehör, Gesundheitsschutz

Voraussetzung:
Holz trocken und in gutem Zustand

Vorbehandlung

Bei neuem Holz:

  1. Schleifen Sie das Holz grob und sorgfältig, insbesondere fettige Hölzer oder Nadelhölzer (z.B. Oregon Pine, Teak, Iroko, Kiefer etc.).
  2. Die geschliffene Oberfläche muss vollständig trocken sein (< 12 % Feuchtigkeit).
  3. Die gesamte Oberfläche trocknen und mit Double Coat Ontvetter (Entfetter) gründlich staub- und fettfrei reinigen.

Bei „gebrauchtem“ Holz in gutem Zustand:

  1. Reinigen Sie die Oberfläche mit Wasser und einem geeigneten Reiniger um Schmutz, Staub, Salz etc. zu entfernen.
  2. Entfernen Sie die alten, schlechten Lack-Schichten (auch 1K-Lack in gutem Zustand) durch grobes Schleifen oder Abbeizen.
  3. Rauen Sie alte 2K-Lack-Schichten in gutem Zustand und mit guter Haftung auf, vorzugsweise durch (grobes) Schleifen.
  4. Die geschliffene Oberfläche muss vollständig trocken sein (< 12 % Feuchtigkeit).
  5. Trocknen Sie die gesamte Oberfläche und machen Sie diese mit Double Coat Ontvetter (Entfetter) staub- und fettfrei.

Untergrund-Behandlung und Lackierung

Transparente (farblose) Holz-Beschichtung mit 1K Klarlack (Bootslack):

  1. Eine Schicht Jachtlak PU "Hochglanz", verdünnt mit ca. 10% Terpentin, auftragen. Nach Aushärtung diese Schicht schleifen.
  2. Vier bis fünf Schichten Jachtlak PU "Hochglanz" auftragen, bis zu einer trockenen Schichtdicke von 200 μm.
  3. Für eine seidenmatte Oberfläche wird die letzte Schicht Jachtlak "Hochglanz" durch Jachtlak "Seidenmatt" ersetzt.

 


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Zusätzliche Informationen

Naturprodukt Holz
Holz ist ein Naturprodukt, das von Schimmel befallen werden kann. Die Geschwindigkeit, mit der dieser Prozess abläuft, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Unter anderem Holzart, Umgebungstemperatur, Feuchtigkeitsgrad des Holzes sowie ob das Schiff in Salz- oder Süßwasser liegt. Der Schutz mit einem geeigneten, langlebigen Anstrichsystem verlängert die Lebensdauer.

Tropische Holzarten
Tropische Holzarten enthalten Substanzen, die Probleme – wie z.B. verzögerte Trocknung, Verfärbungen, Blasenbildung oder Ablösung – verursachen können. Nur durch eine sorgfältige Vorbehandlung, z.B. durch großzügiges Entfetten und gründliches Schleifen, kann das Auftreten vermieden werden.

Alte Farbschicht: 1K oder 2K-Lack?
Wenn Sie nicht wissen, ob für die alte Lackierung 1K- oder 2K-Produkte verwendet wurden, so lässt sich dies mit einem einfachen Test feststellen: Tränken Sie ein Tuch mit Double Coat Entfetter und lassen Sie dieses 15 Minuten auf der Oberfläche liegen. Wenn sich die alte Lack-Schicht nicht aufgelöst hat, weder beschädigt noch aufgeweicht ist und sich nicht einfach abkratzen lässt, dann handelt es sich vermutlich um einen Zwei-Komponenten-Lack. Nur in diesem Fall können Sie neuen 2K-Bootslack auftragen.

Schleifen
Die beste Haftung des Lacks wird durch eine gute Behandlung des Untergrunds erreicht, zum Beispiel durch sorgfältiges, gründliches Schleifen. Es kann notwendig sein zwischen den einzelnen Schichten zu schleifen, insbesondere wenn die Zeit zwischen den aufeinanderfolgenden Schichten länger ist. Beim Decklack wird empfohlen, bei jeder Schicht eine immer feinere Schleifpapier-Körnung zu verwenden.

Lebensdauer und Vorbehandlung
Die Lebensdauer jeder Beschichtung ist von verschiedenen Faktoren abhängig, z.B. totale Schichtdicke, Anwendungsmethode, Fachwissen der Anwender, Bedingungen denen die Beschichtung ausgesetzt ist, Zustand und Vorbehandlung des Untergrundes. Unzureichende Vorbehandlung kann zu Blasen und schlechter Haftung führen.